
Inselgeschichte(n)
Geschichte...

Rügen wurde vermutlich in der Steinzeit besiedelt. Ihren Namen erhielt die Insel durch ihre späteren Bewohner, den Rugiern, einem ostgermanischen Stamm. In der Zeit der Völkerwanderung besiedelten die Ranen, ein westslawisches Volk die Insel. 1168 vom dänischen König Waldemar I. unterworfen, wurden sie durch den Vasallen-Fürsten Jaromar I. christianisiert. 1282 erhielt Wizlaw II. die Insel vom deutschen König Rudolf zum Lehen. 1325 kam Rügen an Pommern-Wolgast und wurde 1478 mit Pommern vereinigt. Die Insel fiel 1648 mit Unterbrechungen an Schweden. Nach der Besetzung durch die Franzosen von 1807 bis 1813 ging Rügen von Schweden an Dänemark und 1815 an Preußen.
... und Geschichten
| Der Schwanenstein vor Lohme Der 162 t schwere Findling aus Hammergranit liegt östlich des Hafens von Lohme im Norden der Halbinsel Jasmund. Nach einer Sage werden auf der Insel Rügen die Babys im Sommer vom Adebar und im Winter vom Schwan gebracht. Bis dahin sind die Kinder im Stein verborgen. |
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Der Königsstuhl In früher Zeit wurden der Sage nach die Könige nicht einfach gewählt. Die mutigsten Männer erklommen von der Seeseite her den 118 Meter hohen Kreidefelsen. Das war ein gefährliches Unterfangen, konnte die Kreide doch glatt und rutschig sein. Wem es als Erstem gelang, den Gipfel zu erklimmen und sich auf den dort auf-gestellten Stuhl zu setzen, wurde zum König gekrönt. |
| Der Herthasee Der Sage nach war Rügen der Wohnsitz der Göttin Hertha. Jährlich durchfuhr sie in Begleitung eines Priesters in einem von heiligen Kühen gezogenen Gefährt die Erde. Wohin sie kam, waren Freude, Glück und Zufriedenheit. Nach ihrer Rückkehr wurden im See ihr Gewand, der Wagen und ihr Angesicht gereinigt. Alle Sklaven wurden im See geopfert, damit keiner sie je verraten konnte. |
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